Dank gezielter Massnahmen und verstärkter digitaler Innovation baute die Oettinger Davidoff auch im Corona-Jahr ihre Führungsposition im Premiumzigarrengeschäft weiter aus

Gute Umsätze trotz Corona Krise: Oettinger Davidoff. Copyright: Mandoga Media

Das von der Corona-Pandemie geprägte 2020 war definitiv
ein beispielloses Jahr in der 146-jährigen Geschichte der Oettinger Davidoff. Nach einem
guten Start ins Jahr 2020 beeinträchtigten die Auswirkungen der Corona-Krise das
Geschäftsjahr erheblich. Dank effektivem Krisenmanagement, einer besser als erwarteten
Geschäftserholung in der zweiten Jahreshälfte sowie einer starken Dynamik im E-Commerce und digitalen Kundenengagement konnte das Unternehmen ihre Führungsposition im Premiumzigarrengeschäft weiter ausbauen und trotz der schwierigen
Ausgangssituation eine deutliche Erholung herbeiführen. Ausschlaggebend waren zudem
die ersten Resultate der im Rahmen der «Way Forward Transformation Roadmap»
definierten und existentiell wichtigen Kostenoptimierungen, die im 2020 zum Tragen
kamen. Dadurch konnte das Unternehmen den EBIT der Gruppe als auch die Cash-Position
nachhaltig verbessern.
Die Pandemie dominierte das gesamte Geschäftsumfeld von März bis hin zum Jahresende und
hatte auch für die Oettinger Davidoff, als international breit aufgestellte Unternehmung, einen
erheblichen Einfluss auf das Geschäft: Lockdowns, temporäre Schliessungen von Geschäften
wie auch der Produktion sowie drastische Reiseeinschränkungen, die fast zu einem Stillstand
des globalen Travel Retail und Duty Free Geschäfts führten, stellten das Unternehmen vor noch
nie dagewesene Herausforderungen.

30 Jahre in der Dominikanischen Republik: Davidoff Zigarren, Copyright: Mandoga Media

Der Gesamtumsatz des Unternehmens verzeichnete infolge der Corona-Krise für das Jahr 2020
einen Gesamtumsatz von CHF 423 Millionen (-6.7%). Im Zigarren Eigenmarkenbereich erreichte
das Basler Familienunternehmen einen moderaten Zuwachs von 1.2% gegenüber Vorjahr. Dieser
Erfolg wurde durch gut getaktete Produktlancierungen im Anschluss an die Lockdowns positiv
beeinflusst. Der Trend in Europa nach Zigarren im mittleren Preissegment und insbesondere der
von Covid-19 stark betroffene Global Travel Retail & Duty Free-Bereich beeinflusste den Umsatz
im Bereich der handgefertigten Premiumzigarren. Die Premium Marke Davidoff verzeichnete eine
Einbusse von -8.2% gegenüber Vorjahr, während Camacho Cigars (+20.1%) und AVO Cigars
(+13.8%) dank einer sehr positiven Entwicklung im EMEA Wholesale und einem starken Jahr in
den USA einen deutlichen Zuwachs ausweisen konnten. Der Rückgang des konsolidierten
Gesamtumsatzes des Unternehmens wurde grösstenteils durch die Auswirkungen der Corona Pandemie verursacht, insbesondere durch den stark betroffenen Geschäftsbereich Global Travel Retail. Ausserdem sind im Umsatzrückgang stark negative Wechselkurseffekte enthalten. Die
gute Umsatzentwicklung der Drittmarken, insbesondere der Generalvertretungen, war ein
wichtiger Leistungspfeiler im Jahr 2020.
Genuss wird hier groß geschrieben: Davidoff Flagship Store. Copyright: Mandoga Media

Innovation und verstärktes digitales Engagement mit den Kunden wird noch wichtiger
Trotz Corona-bedingter, temporärer Schliessungen der Produktionsstandorte in der Dominikanischen Republik und in Honduras konnte das Unternehmen auch in diesem Krisenjahr ihre
Kundschaft in über 100 Ländern lückenlos beliefern und die Konsumentinnen und Konsumenten
mit innovativen Produktneuheiten überraschen. Die Kernmarke Davidoff setzte den Schwerpunkt
auf vier Limited Editions: Zum Jahresauftakt erfreute die Davidoff Winston Churchill Limited
Edition 2020 die Herzen von Geniesserinnen und Geniessern. Im Spätsommer folgten die
Davidoff Robusto Intenso und die Davidoff Special 53-Capa Dominicana, welche beide von einem
Masterpiece-Humidor der französischen Künstlerin Rose Saneuil begleitet wurden. Ende Jahr
eroberte die Davidoff Year of the Ox Limited Edition zusammen mit einer Year of the Ox-Pfeife
und einem Masterpiece-Humidor die Herzen der Aficionados und Aficionadas. Zudem trugen die
Marken AVO und Camacho mit den Produktlancierungen der AVO North and South Regional
Limited Editions, der Avo Improvisation sowie der Camacho Liberty Series 2020 und der
Camacho Nicaragua erfolgreich zur Erweiterung des Produktportfolios der Oettinger Davidoff bei.
Sämtliche Produktlancierungen wurden zudem auch von digitalen und interaktiven Tasting- und
Zigarrenseminaren begleitet – eine Entwicklung, die das Unternehmen definitiv weiter ausbauen
und intensivieren wird. Im Mai 2021 hat das Unternehmen ihre im 1978 lancierte Marke Zino unter
dem Namen Zino Nicaragua neu lanciert. Diese und weitere Produktinnovationen werden die
Herzen der Aficionados und Aficionadas auch in diesem Jahr höherschlagen lassen.
30 Jahre in der Dominikanischen Republik
Das Jahr 2021 ist ein ganz spezielles Jahr für das Basler Familienunternehmen. Genau vor 30
Jahren – im Jahr 1991 – hat das Unternehmen die Produktion in die Dominikanische Republik
verlegt und die ersten Davidoff Zigarren «hecho a mano en Republica Dominicana» auf den Markt
gebracht. Mit diesem Schritt hat die Oettinger Davidoff den Grundstein für die heute so wichtige
«Crop-to-Shop» Philosophie gelegt, mit der das Unternehmen alle Arbeitsschritte und Prozesse
der gesamten Wertschöpfungskette analysieren, überwachen und somit auch die
Qualitätssicherung gewährleisten kann – vom Samen bis zum Verkauf der handgefertigten
Zigarre in einem der Geschäfte oder bei einem der Distributionspartnern in über 100 Ländern.
Seit 2008 verfügt das Unternehmen neben dem Produktionsstandort in der Dominikanischen
Republik (in Villa Gonzalez, Santiago de los Caballeros) auch über einen Produktionsstandort in
Danlí, Honduras.
Wichtiges Event im Herbst: Oettinger Davidoff bei der TFWA World Exhibition in Cannes. Copyright: Mandoga Media

«Way Forward» und Ausblick
Um die Führungsposition im handgerollten Premium-Zigarrenbereich und Grosshandel langfristig
sicherzustellen und weiter auszubauen, hat die Oettinger Davidoff im 2018 die fünfjährige
Transformation Roadmap «Way Forward» lanciert. «Die im Rahmen von Way Forward erreichten
und im 2020 zum Tragen gekommenen Kostenoptimierungen waren mitunter ausschlaggebend,
dass wir auch in diesem ausserordentliche Jahr 2020 ein gutes Resultat erzielen konnten. Wir
sind definitiv auf dem richtigen Weg und ich bin stolz, dass wir dank unseren motivierten
Mitarbeitenden und unserer «Crop-to-Shop» Philosophie erfolgreich durch das Pandemiejahr
navigieren und unsere Partner lückenlos und in gewohnter und bester Qualität beliefern
konnten», sagt CEO Beat Hauenstein. «Wir haben bewiesen, dass Oettinger Davidoff für unsere
Kundinnen und Kunden ein verlässlicher und unverzichtbarer Partner ist. Auch wenn uns die
Auswirkungen der Pandemie noch für längere Zeit herausfordern werden, sind wir bestens
gerüstet, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken».